Die 3 Musketiere
Mit Mantel und Degen
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Die Waffen

Gefährliche Eleganz
Gefährliche Eleganz
Das Schwert ist eine tausende von Jahren alte Waffe, wurde aber gerade im Mittelalter geradezu zum Markenzeichen dieser Epoche. Vom Kurzschwert bis zum Bidenhänder, vom Reiterschwert bis zum "Katzbalger" sind nahezu alle Arten in Form von Showkampfwaffen auf den entsprechenden Veranstaltungen vertreten. Was diese Repliken von Originalen unterscheidet: die Schärfe und Qualität der Klinge sowie das Gewicht. Während ein original Schwert leicht und flexibel, mit schärfster Klinge aufwendig gefertigt war, sind die heutigen Showkampfwaffen durch ihre Materialstärke zwar stabil, aber dafür auch ca. 50% schwerer, was den Umgang mit der Waffe viel unhandlicher macht. Wenn Eleganz und Geschicktheit durch grobe Kraft ersetzt wird, leidet bei den meisten Darstellern natürlich die Authentizität eines Gefechtes außerordentlich.

Bereits im Mittelalter wurden das Pulver und damit die Schußwaffen erfunden. Auf Grund der Form des Luntenhahnes, der dem Kopf eines Sperbers (spanisch: Muchetus) ähnelte, sollen die Spanier den Begriff Muskete geprägt haben. Mit den Musketen waren die berittenen Musketiere entstanden, die auf die gewohnten Stich- und Hiebwaffen natürlich noch lange nicht verzichten konnten. Der ebenso im ausgehenden Mittelalter entwickelte Degen verdrängte als reiner Stoßdegen, aber auch als kombinierte Hieb- und Stichwaffe, auch Rapier genannt, allmählich das Schwert. Er war  leichter und flinker zu handhaben. Bis das Schwert zum Hieb gezückt war, genügte meist nur ein kurzer gezielter Stich (selbst durchs Kettenhemd) in den Brustkorb und die Lunge, um den Gegner kampfunfähig zu machen.

Im Laufe der Zeit wurden die Degenklingen noch filigraner, das Leichtrapier wurde zur "Barock-Waffe", bis schließlich das Florett entstand, welches allerdings nur auf dem Fechtboden zur Übung benutzt wurde und ausschließlich Sport- und Übungs-, aber nicht Kampfwaffe war.

Auf Veranstaltungen werden von uns epochengerecht Kurz- und Reiterschwert, "Katzbalger", Degen und Rapiere eingesetzt. Letztere haben die verschiedensten Glocken, bzw. Körbe.

Wichtige Kampfmittel der Fußtruppen waren die Stangenwaffen. Dazu zählten als wichtigste und am weitesten verbreitete Waffen die Spieße (bis zu 6 m lang) und die Hellebarden. Das Wort Hellebarde ist eine Wortverstümmelung und man sollte eher von Halbarte (in zeitgenössischen Schriften auch „Halparte“) sprechen. Eine Barte war nämlich ein Beil und der Vorsatz „Hal“ leitet sich vermutlich von Halm (Stange) ab. Das französische „Halbarde“ oder das englische „Halberd“ mag wohl zu dem deutschen Ausdruck Hellebarde geführt haben, aber das sind Spekulationen, die Sprache ist ja ständig im Fluß. Selbst von Helmbarte ist zum Teil die Rede.

Als typische Landsknechtwaffe kommen auch diese Waffen bei uns zum Einsatz. Neben verschiedenen Repliken stehen für besondere Anlässe auch zahlreiche Originale zur Verfügung.


Original Pulverflasche der französischen Musketiere, Mitte 17. Jahrhundert


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